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April 13, 2010

Sinvert PVM13 im Burgenland gelandet

Filed under: Uncategorized — thomasreis @ 8:28 am

Hier ein Foto von einem Sinvert PVM13 (Refusol) montiert im Burgenland. Eine Rarität in Österreich auf Grund der globalen Wechselrichter Knappheit.

Sinvert PVM13

Dazu eine historische Tatsache: Diese Marktsituation gab es schon einmal bei den Modulen! Was ist passiert die Asiaten haben diese Lücke gefüllt und Eruopa hat die Asiaten regelrecht gebeten in den Markt einzutreten! Hier eine Satire aus dem Photon Profi zu Wechselrichter aus Asien:

satirephotonwr.jpg

Alles nur ein Traum Damit hatte niemand gerechnet. Die Pressermeldung, dass ein chinesischer Wechselrichterhersteller mit angeblich sogar brauchbaren Geräten und sehr hohen Stückzahlen den europäischen Markt aufmischen möchte, schlug wie eine Bombe ein. Sam hätte das in seinen
kühnsten Träumen nie gedacht. Alle waren sie davon ausgegangen, dass sich die Asiaten schwertun würden mit den doch so kompliZierten Schaltungstopologien und der anspruchsvollen Gerätetechnik. Und hatten sie nicht alles sicher patentiert und gut geschützt? Das würden die nicht
so leicht abkupfern können, wie sie es bei den Modulen gemacht haben. Da können wir ganz in Ruhe als Platzhirsch »on Demand« vor uns hin produzieren. Und wenn die Nachfrage anziehen sollte? Ja, dann müssen eben lange Lieferzeiten und hohe Preise in Kauf genommen werden. So ist die Lage, dachte er jedenfalls. Wir sind ein überschaubarer Kreis von Herstellern dieser unverzichtbaren Wandler und beherrschen nun mal den Markt. Uns wird es sicher nicht so jämmerlich ergehen wie den Kollegen von der Modulsparte, die sich die Asiaten durch exportbedingte Lieferknappheit ja förmlich in den Markt gebettelt haben. Und nun das! Ein Albtraum! Die Meldung sorgt sofort für einen Preisrutsch von zehn Prozent am ersten Tag - von den Aktien gar nicht zu reden. Verzweifeltversucht Sam, aufzuwachen. Es muss ein Albtraum sein. Mit Entsetzen sieht er die Messestände auf der kommenden Intersolar vor sich. Konverter Wuxi2000, made in China, modular aufgebaut, mit einem Euro-Wirkungsgrad von 98 Prozent und Sondergarantien von 30 und mehr Jahren. Dynamisches Tracking natürlich inbegriffen. Dreiphasige Netzeinspeisung - eine Selbstverständlichkeit. IP 68. Variabler Multistring-Betrieb. Besonders schlimm ist das Display mit der Anzeige der Strom-/Spannungskennlinie. Mensch, damit fällt doch den
Betreibern jeder Fehler in der Anlage sofort auf. Alle Konverter in Leistungsklassen von 3 bis 500 Kilowatt. Und der Wahnsinn: Lieferzeit »sofort«. Preise von 10 Cent je Watt und darunter. Sam versucht, sich zu beruhigen. Viele werden der Qualität erst einmal nicht trauen. Dem einen oder anderen Hersteller könnten wir mit Patentschutzklagen zu Leibe rücken. Aber können wir die auf Dauer wirklich aufhalten? Viele Installateure, und gerade die, die wir verprellt haben, werden sich auf die Dinger stürzen. Sam sieht schon die Slogans über den Messeaufbauten herunterdrohen: »Kaufen Sie
das China-Komplettangebot vom Wechselrichter bis zum Modul, vom Kabel bis zum Stecker. Alles aus einer Hand.« Die Interimsweltmacht sorgt für gute Qualität und sichere Garantien. Sam fröstelt es immer mehr. Seine Hände ringen verzweifelt nach etwas, fassen es, ziehen kraftvoll. Laut hallt eine Stimme in gebrochenem Englisch durch den Raum: »Sam! You’ve earned enough money!« Jetzt gerät er endgültig in Panik. Da ist noch eine Stimme, diesmal in Deutsch:»Hör endlich auf, an der Bettdecke zu ziehen.Was ist eigentlich los mit dir in letzter Zeit?«

Zum Thema in der neue Energie 04/2010:….Know-how und damit eine führende globale Position der Photovoltaik könnten nur so gehalten werden. “Die Vergangenheit lehre uns doch die Fehler”, assistiere Winfried Hoffmann, bis dato Präsident des europäischen Photovoltaik-Industrieverbands Epia (siehe Seite 127): Die Flachbildschirmindustrie, vom Produktionsgrundsatz der Photovoltaik sehr ähnlich, habe man vor Jahren auch aus vermeintlich nachteiligen Kostenstrukturen einfach ziehen lassen. “Heute werden die Bildschirme in Asien auf vollautomatisierten Anlagen produziert, die genauso gut in Deutschland stehen könnten. Einen Standortvorteil gibt es nicht mehr.” Wo liege heute der Vorteil der asiatischen Photovoltaikhersteller, fragt Hoffmann, und schiebt seine Antwort hinterher: “Darin, dass sie von ihrer Regierung 15 Jahreskredite erhalten für Zinsen im ein-bis-zwei-Prozent-Bereich. Europäer kommen, wenn überhaupt, nur an kurzfristiges Geld, und das zu teureren Konditionen.” Darin sieht Hoffmann den zentralen Wettbewerbsnachteil.

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